"Wer weit schaut, ...

der stolpert über nahe Dinge." - Ein Zitat voller Weisheit. Denn wieder einmal zieht die Zeitung mit den vier Buchstaben niemand geringeren als den Supermeteorologen mit Diplom, Dominik Jung, zu Rate, wie sich denn das Wetter entwickeln könnte - prognostiziert wurde eine mögliche Kälte bis Pfingsten. Doch was sagen die Wettermodelle dazu?

 

Diesmal stehen im Fokus: das berühmt berüchtigte GFS, GEM, ECMWF und das Langfristmodell CFS.

Am Ende der Berechnungsfrist des ECMWF (zum Zeitpunkt +240 Stunden) steht dieses Modell mit einer berechneten, warmen Tiefdruckvorderseite eines Sturmtief und einem schwachen Hoch über dem Atlantik alleine da und das kanadische Modell GEM lässt aus dem Nordosten ein Tief mit entsprechender Nordströmung los. Dem entgegen stehen das GFS und das CFS, welche Hochdruckeinfluss aus dem Westen vorsehen, wobei das CFS Deutschland weiterhin unter einem Trog GFS Deutschland schon zur Hälfte im Bereich eines Hochkeils vorsieht. Grob geschrieben: Alle Zeichen stehen aus nasskaltes Schmuddelwetter zu jedem Zeitpunkt; so viel zur Varianz bis dato.

 

Vergleicht man GFS und CFS, die auch jenseits der 240 Stunden im Voraus Berechnungen anstellen, so tun sich in der erweiterten Frist sowohl Gemeinsamkeiten als auch Differenzen auf:

GFS berechnet ein nach Nordwesten abwanderndes Hochdruckgebiet mit einem retrograden Trog, während das CFS das Hochdruckgebiet über Deutschland in Richtung Osteuropa ziehen lässt - in beiden Fällen würde es in etwa auf die gleichen Temperaturen, nämlich um +5°C bis +10°C, und Sonne hinauslaufen.

 

Nun aber, um den Sommer zumindest in Gedanken schon zu wecken, lässt CFS schon einen Hammer für Mitte/Ende April los! Es berechnet Temperaturen um +20°C:

 

Zum Vergrößern klicken


Zum Vergrößern klicken

 

Doch wer weit schaut, der stolpert über nahe Dinge...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0